Grundlegende Informationen zur UV-Strahlung

Optische Strahlung

Von der Strahlungsenergie, der wir täglich ausgesetzt sind, nehmen wir nur einen
sehr kleinen Teil u.a. als Licht oder Wärme wahr. Der weitaus grössere Teil dieses elektromagnetischen Spektrums bleibt vom Menschen weitgehend unbemerkt; dazu gehören u.a. auch Ultraviolett-Strahlen.
Diese Energien können anhand eines Wellenlängenmodells erläutert werden: Die Strahlen unterscheiden sich durch ihre Frequenz; so sind z.B. Radiowellen sehr langwellig, während optische Strahlen in den kurzwelligen Bereich gehören. Der Frequenzbereich der UV-Strahlung umfasst dabei nur einen sehr kleinen Teil des elektromagnetischen Spektrums.

 

Grafik: UV-Strahlung
Grafik: UV-Strahlung

UV-Strahlung

Ultraviolett-Strahlen (UV) sind kurzwellige Energien, die man neben dem Licht und der Infrarotstrahlung zur Gruppe der optischen Wellenlängen zählt. UV-Strahlen lassen sich biegen, beugen, brechen, absorbieren und reflektieren.

Die Bezeichnung "ultraviolett" (im Sinne von "jenseits von Violett") basiert auf der Tatsache, dass das UV-Spektrum mit kürzeren Spektralfrequenzen beginnt als diejenigen Wellenlängen, die der Mensch als die Farbe Blauviolett mit den Augen erkennen kann. UV-Strahlen sind daher für das menschliche Auge unsichtbar.

UV-Strahlen werden in drei Bereiche unterteilt:

  • UV-A (langwellig): 400 - 315 nm
  • UV-B (mittelwellig): 315 - 280 nm
  • UV-C (kurzwellig): 280 - 100 nm

UVA-Strahlung

Die langwelligen UVA-Strahlen treffen als Teil der Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche. Sie bewirken verschiedene photochemische Prozesse, haben eine kurzfristig pigmentbildende Wirkung (Sonnenbräune) und können indirekte DNA-Schäden und Melanome verursachen. UVA-Strahlen durchdringen Glas und transparente Kunststoffe.

 

UVB-Strahlung

Die mittelwelligen UVB-Strahlen zeigen eine verzögerte pigmentbildende Wirkung, die sich in einer vermehrten Melaninproduktion äussert. Zudem können sie Erythem-bildungen an der Haut in Form von Sonnenbrand verursachen.
Ebenso ist UVB für die Bildung von Prävitamin D im menschlichen Körper verantwortlich. Diese Strahlung wird u.a. für therapeutische Zwecke genutzt, da sie antirachitisch wirkt. Auf Meereshöhe ist der Anteil an UVB-Strahlen geringer als im Hochgebirge. Bereits normales Fensterglas ist für diese und kürzere UV-Strahlen nicht mehr durchlässig.

 

Grafik: Abnehmende Intensität
Grafik: Intensität

UVC-Strahlung

UVC-Strahlen sind kurzwelliger und energiereicher als UVA- und UVB-Strahlen. Sie umfassen den grössten Teil des gesamten UV-Bereichs und haben im Bereich 260 nm einen stark keimtötenden Effekt. Wie die sichtbaren Wellenlängen des Lichts bewegen sich UVC-Strahlen nur geradlinig fort und nehmen mit zunehmender Entfernung von der Quelle in Ihrer Intensität ab.

UVC-Strahlen durchdringen grundsätzlich keine Stoffe - auch kein Fensterglas!